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Rückblick
Theatersaison 2004
Der Erbschaftsjodler
Bauernschwank von Jochen Wiltschko
Der verstorbene Karl hat der Verwandtschaft 250.000 Euro vermacht. Doch das Geld bekommt nur, wer folgendes Rätsel löst: ”Stehet die Pest vor deiner Tür - Such Zuflucht du bei ihm vor ihr – dem Helfer öffne du den Rücken – und es gereicht dir zum Entzücken”. Doch das verzwickte Testament ist nicht der einzige Grund für Turbulenzen auf dem Hof von Gunda Gerber. Ein spleeniger Plattenproduzent aus Berlin sorgt ebenso für Unruhe wie eine sangesfreudige Nachbarin und der Viehhändler Balduin.
Theatersaison 2004
Rollenverteilung
Gunda Gerber verwitwete Hofbesitzerin (Gabi Schiefele)
Hannes ihr Sohn (Stefan Nachtrub)
Balduin Schwammberger Viehhändler (Willi Fendt)
Renate Landwirtschaftspraktikantin (Nicole Stockinger)
Johnny Pasulke Plattenproduzent aus Berlin (Bernd Höß)
Ilse Waffelbeck Nachbarin (Simone Holzer)
Tante Philomena streitbare Miterbin (Alexandra Schonath)
Melchior Kraft Möbelpacker (Konrad Müller)
Balthasar Kraft Möbelpacker (Stefan Miller)
Herbert Feuerwehrmann (Herbert Ruf)
Ort der Handlung: Stube auf dem Gerber Hof
Hinter den Kulissen
Aufführungsort:
Pfarrheim, Kirchenstraße 15, Münsterhausen
Theatersaison 2004
Aufführungstermine:
Samstag, 10. Januar 2004 20.00 Uhr Premiere
Sonntag, 11. Januar 2004 20.00 Uhr
Samstag, 17. Januar 2004 20.00 Uhr
Sonntag, 18. Januar 2004 20.00 Uhr
Samstag, 24. Januar 2004 20.00 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2004 20.00 Uhr
Presseecho:
Mittelschwäbische Nachrichten 12.01.2004
....dass die Münsterhauser Erfahrung mit dem Theaterspielen haben, merkt der Besucher nicht zuletzt an der Professionalität der Ausstattung. Aber auch die schauspielerische Leistung der Darsteller lässt dies deutlich erkennen.
Willi Fendt als Viehhändler Balduin hat mit seinem Jodler große Chancen, Superstar der Volksmusik zu werden. Eine Rolle, die dem Theaterroutinier auf den Leib geschneidert ist. Bernd Höß spielt überzeugend einen spleenigen Plattenproduzenten mit Berliner Schnauze, der sich wortreich durch drei Akte »berlinert" und sein Schwäbisch einfach abgelegt zu haben scheint. Als resolute Hofbesitzerin überzeugte auch Gabi Schiefele in ihrer Rolle.In den Nebenrollen sorgten Konrad Müller und Stefan Miller als etwas vertrottelte Möbelpacker eines "Familienbetriebes" für Lacher im Publikum und ernteten dafür viel Beifall. Dass sich die Schauspieler mit "gell Herr Pfarrer" an den im Publikum sitzenden Pfarrer Mirko Cavar wandten und auch Bürgermeister Anton Hartl ansprachen und ins Stück mit einbezogen, belebte die Handlung zusätzlich.
Die Mitwirkenden des Theaterstückes: Gabi Schiefele, Stefan Nachtrub, Willi Fendt, Nicole Stockinger, Bernd Höß, Simone Holzer, Alexandra Schonath, Konrad Müller, Stefan Miller und Herbert Ruf.
Mindel- und Zusambote 15.01.2004
Wenn der Bauer Karl etwas zu vererben hat, dann tut er das nicht wie jeder andere auch, sondern tretzt die Verwandtschaft mit einem Rätsel, und nur wer das zu lösen im Stande ist, ist würdig das viele Geld - immerhin 250.000 Euro - zu erhalten. Ein solches Testament bringt natürlich viele Turbulenzen und Aufregungen mit sich, und die Münsterhauser Theaterfreunde haben diese mit viel Witz und Spielfreude in Szene gesetzt.
Dabei gelang es nicht nur den Hauptpersonen zu überzeugen. Als kongeniales Paar erwiesen sich in dem Stück mit vielen Nebenhandlungen und Verwicklungen Müller und Miller, alias Melchior und Balthasar, zwei Möbelpacker vom "Familienbetrieb" Kraft, die mit wertvoller Last ins Pfarrhaus kommen. Sie hatten die Lacher stets auf ihrer Seite, wussten ihre Rollen perfekt auszufüllen. So auch der Plattenproduzent Johnny Pasulke, der mit astreiner Berliner Schnauze brillierte, eine Paraderolle für den alten Theaterhasen Bernd Höß. Ebenso ideal besetzt: der jodelnde Viehhändler Balduin (Willi Fendt), der mit seinen Sangeskünsten auf dem besten Weg sein dürfte, zum Star von Musikantenstadel und Co. zu werden, auch ohne den Bemühungen von Johnny Pasulke. Sie und noch ein paar weitere mit Charme und Einsatz gespielte Rollen (Landwirtschaftspraktikantin: Nicole Stockinger, die "singende" Nachbarin: Simone Holzer und Feuerwehrmann Herbert Ruf) trugen nicht unwesentlich zur weiteren Verwirrung der Erben des lieben Karl bei, die sich einem Rätsel gegenüber sahen, das zu knacken gar nicht einfach war. Auch die Zuschauer mussten schon aufpassen, um vor lauter Lachen und Amüsement nicht den Faden der Geschichte zu verlieren. Denn die präsentierte sich dem Publikum fast ebenso verwickelt wie den Erben, der resoluten Gunda Gerber ( Gabi Schiefele) ihrem Sohn Hannes (Stefan Nachtrub) und der streitbaren Philomena (Neuzugang Alexandra Schonath).
Inszeniert wurde die Erbschaftsgeschichte mit dem überraschenden Ausgang von Theaterroutinier Bernhard Atzkern, aufgeführt heuer im Pfarrheim, nachdem die alte Heimstätte der Theaterfreunde, das Gasthaus "Zur Steig" geschlossen ist. Atzkern hatte so einige Kniffe im Repertoire, und wusste dem Stück "Der Erbschaftsjodler" immer wieder neue spielerische Glanzpunkte aufzusetzen. Ein ausverkauftes Haus und viel Applaus für eine hochmotivierte und spielfreudige Truppe samt ihren Helfern im Hintergrund sind der Lohn.
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